Carola Merkels närrisches Kräppelbufett am Faschingsdienstag, 05.03.2019

Der Insidertipp im Odenwald: Zum Höhepunkt der närrischen Saison, am Faschingsdienstag von 14-17 Uhr, gibt es im Odenwald-Gasthaus »Dornröschen« das wohl größte und originellste Kreppel-Buffet Hessen

Carola Merkel ist Konditorin und für die süßen Verführungen aus der Dornröschen-Backstube und Patisserie zuständig. Das Faschings-Buffet bestückt sie und ihr Team mit unglaublichen 25 verschiedenen Sorten. Dafür wird zwei Tage und zwei Nächte durchgebacken. Die Faschingskreppel werden mal ganz traditionell mit Marmelade oder Apfelweincreme gefüllt, von Schokolade bis Erdbeerrosa verschiedenfarbig glaciert oder in Zucker gewälzt, fantasievoll mit Smarties oder kunstvollen Krönchen verziert, als Kalorienbombe mit Sahne und Früchten aufgeschichtet, mit Nougatcreme oder beschwipst mit Eierlikör gefüllt, als Brezeln geformt aber auch pikant mit deftiger Lammsalami ausgebacken und in Parmesankäse gewälzt. Kreppel-Hits am Faschingsdienstag 2016: die Hessen-Cronuts, hergestellt aus einem Mischteig aus Hefe und Blätterteig und mit Vanillecreme gefüllt oder die Apfelspieße. Auf denen werden Apfelstücke und Kreppelteig aufgespießt und dann frittiert und zum Schluss in Zimtzucker gerollt. Alle Kreationen werden dann auf den beiden meterlangen Kreppel-Büffets im Gasthaus arrangiert.

Angefangen hat alles vor 15 Jahren und mit sechs eher klassischen Kreppeln und Füllungen. Doch die Qualität und der gute Geschmack des Fastnachtsgebäcks sprachen sich bei den Gästen schnell herum und jedes Jahr kamen neue Kreationen aus der Dornröschen-Backstube dazu. „Wir haben schnell bemerkt, dass die Gäste nicht nur einen Kreppel bestellen, vielmehr unterschiedliche probieren wollten und so haben wir das Kreppel-Büffet eingerichtet“, resümiert Carola Merkel.

Fragt man die Konditorin, was einen guten Kreppel ausmacht, verweist sie erstens auf den Teig, den sie ganz traditionell ohne chemische Hilfsmittel herstellt. Zweitens sei es ganz wichtig, hochwertiges Fett zum Ausbacken zu verwenden und dieses in kurzen Zeitabständen auszutauschen. „Wir verwenden hochwertiges Erdnussfett, das an einem Backtag vier Mal ausgetauscht wird.“ Wichtig sei es auch, dass das Fett richtig heiß gemacht wird und die Kreppel ausreichend Platz im Topf haben, darin zu schwimmen. Wer kurz, ca. ½ Minute, den Deckel auf den Topf gibt, könne sicher sein, dass die Kreppel schön aufgehen. Weiterer Tipp von Carola Merkel für alle, die Zuhause Kreppel backen wollen: „Geben Sie dem Hefeteig ausreichend Zeit zum Gehen, ohne Zugluft in der warmen Küche und schlagen Sie den Teig nach dem ersten Aufgehen noch einmal zusammen und lassen Sie ihn dann ein zweites Mal gehen!“

Kreppel gehören zur Fastnacht wie der Rosenmontagszug. Wird ihm doch nachgesagt, dass er eine gute Basis für den Alkoholkonsum während der närrischen Jahreszeit sei. Überliefert ist, dass bereits die Römer Fettgebackenes kannten. Wie die kleinen Kügelchen in der Homöopathie heute hieß das Gebäck damals „Globuli“ und denen wurde gar eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Köstliche Wiederentdeckung in Deutschland als „Berliner“ soll das Fettgebackene unter Friedrich dem Großen erlebt haben. 1756 habe der Regent und Kriegsherr angeblich einen unfähigen Kanonier zum Feldbäcker degradiert. Der war nicht böse drum, blieb dem Thema aber treu: Er formte den ersten Berliner rund wie eine Kanonenkugel. Andere Quellen berichten, dass in Schmalz gebackene Hefeballen im norddeutschen Raum schon im 16. Jahrhundert bekannt waren. Soweit die Histörchen!

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