Lieblingstouren der Gastgeber

Wildpark-Weg Brudergrund

Dieter Mohr: Grafen, Cowboys und röhrende Hirsche

 

Wildpark Brudergrund

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf den knapp zehn Kilometern des Wildpark-Weges kann man allerhand erleben: die schöne, historische Altstadt der Grafenresidenz Erbach, Hirsche im Wildpark Brudergrund und mit etwas Glück Cowboys und Cowgirls mit ihren Pferden bei Roßbach. Und danach ein Einkehrschwung in der Mümlingstube.
Wir starten am Parkplatz „Am Lustgarten“ zur Entdeckungstour durch die die historische Grafenresidenz Erbach mit ihren weltberühmten Sehenswürdigkeiten, wie dem Schloss der Erbacher Grafen mit einer gewaltigen Geweihsammlung, dem Deutschen Elfenbeinmuseum und zahlreichen lauschigen Winkeln in der Altstadt und dem Flüsschen Mümling. Das stand auch Pate für das Odenwald-Gasthaus, in das wir nach unserer Tour einkehren werden.

Wir beschließen: Erst wandern, dann Kultur und Einkehr. Deswegen folgen wir ab der Mümlingbrücke der Markierung S 6 durch die Bahnstraße bis in den Brudergrund durch die baulichen Ausläufer der Stadt bis zum lauschigen Wildpark Brudergrund, wo sich nicht nur Fuchs und Hase gute Nacht sagen, sondern auch stolzes Rot- und Dammwild und etliche Wildsäue wohnen. Der Weg führt an dem weitläufigen Tiergehege vorbei und von der Aussichtplattformen aus kann man den einen oder anderen Blick auf die tierischen Bewohner werfen.

Odenwald – Mossautal

Jochen Katzmaier: Wandern und mit allen Sinnen genießen im Land der Nibelungen

Drachenweg Triumphalis Quelle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir sind im Land der Nibelungen mit tiefen Wäldern, durch die im Mossautal vier Drachenwege führen. Der Rundwanderweg »Triumphalis« schlägt einen großen Bogen um den Hüttenthaler Ortsteil Güttersbach. Die mit dem Qualitätssiegel des Odenwaldklubs „Wanderbarer Odenwald“ ausgezeichnete Wanderung führt überwiegend durch Wald und am Waldrand entlang. Die höchsten Erhebungen sind der Vogelherd und der Spessartkopf. Quellen, Bachläufe und das für den Odenwald einzigartige Hochmoor »Rotes Wasser« liegen am Wegesrand. Highlight: auf den Höhen zwischen Gras-Ellenbach und Güttersbach: der Siegfriedbrunnen.

Vom Startpunkt der Tour (Wegzeichen MD1) an der Mossautalhalle in Hüttenthal geht man zunächst ein kurzes Stück an der Güttersbacher Straße entlang und biegt dann links in ein weites Seitental ein. Der Weg führt nun über den Vogel-Lehrpfad bergauf. An der Schutzhütte taucht man in den Wald ein und erreicht die erste Erhebung, den Vogelherd (406 Meter). Früher wurden hier – nomen est omen – Fangvorrichtung für Vögel aller Art aufgestellt, die durch Futter, Lockvögel oder -Pfeifen angelockt und meist mit Netzen gefangen wurden. Auf den nächsten 3,5 km umrunden Wanderer auf etwa 400 Höhenmetern den Ort Güttersbach im Süden und erreichen das Olfener Bild, einen der altertümlichsten Bildstöcke des Odenwaldes.

Fernblickweg im Brombachtal

Thomas Löw: Tolle Aussichten zwischen Granit und Buntsandstein

Kirche-Brombachtal

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die aussichtsreiche Rundtour mit herrlichen Ausblicken führt über Feld, Flur, Wald und Wiesen rund um Kirchbrombach und Böllstein im Brombachtal. Kulturhistorische Highlights am Wegesrand: die Kirche in Kirchrombach und die Hembacher Flachsdörre. Die Tour, bei der man abwechslungsreiche Landschaften an der Grenze zwischen den beiden Odenwälder Naturräumen entdecken kann, ist mit dem Qualitätssiegel „Wanderbarer Odenwald“ ausgezeichnet.

Vom Parkplatz des Schwimmbades führt der Weg in nördliche Richtung zur Ortsmitte. Hier lohnt sich ein kleiner Abstecher zur Kirche, die Mitte des 15. Jahrhunderts im Bereich einer früheren Wehranlage errichtet wurde. Sie gehörte bis zur Reformation zum Chorherrenstift St. Alban in Mainz. Prunkstück der Ausstattung: der nach 1518 entstandene Flügelaltar mit den Figuren des hl. St. Alban und zweier Heiliger. Wer genau hinschaut, entdeckt hier auch Überreste einer ehemaligen Burg aus dem 13. Jahrhundert. Dann macht diese Wanderstrecke ihrem Namen alle Ehre: immer wieder schweift der Blick in die Ferne über offene grüne Landschaften.

Nun gehen wir ins Balsbachtal hinab, überqueren den namensgebenden Bach und erklimmen dann den bewaldeten Kirchberg. Hier ist mit achthundert Metern das längste Waldstück auf dieser Wanderung. Bei Verlassen des Waldes biegt der Weg links ab und führt auf eine alte römische Straße, die „Hohe Straße“, hinauf. Oben angekommen, an der Hütte, sollten Sie sich Zeit und Muße für den herrlichen Panoramablick über den vorderen Odenwald nehmen.

Rundweg durch den Fürstengrund

Empfohlen von Rainer und Sigrid Schäfer, Odenwald-Gasthaus Zum Hirsch, Bad König-Fürstengrund

Herrliche Aussichten auf dem Rundweg durch den Fürstengrund

Der abwechslungsreiche 11 km lange Rundwanderweg führt vom Heilbad Bad König rund um den Fürstengrund und zurück in die Kurstadt. Zwischendurch kann man im Gasthaus Zum Hirsch einkehren, sommers im herrlichen Gastgarten, und die gute Odenwälder Küche mit vielen selbst angebauten Zutaten der Familie Schäfer genießen. Zum Abschluss empfiehlt es sich, in der Odenwald-Therme abzutauchen und zu entspannen.

Man folgt der Wanderwegmarkierung S1 von der Odenwaldtherme in nördlicher Richtung. Bis zum Heckenhof ist über Wiesen und Felder eine leichte Steigung von etwa 80 Metern zu überwinden. Vom Heckenhof aus geht es weiter geradeaus und nach etwa 400 Metern biegt man im Wald rechts ab. Wir bleiben noch ein Stück auf gleicher Höhe und halten uns 150 m nachdem der Weg wieder aus dem Kohlwald heraus kommt rechts. Danach gehen wir gen Süden am Wald entlang und genießen von der Schutzhütte aus eine beeindruckende Aussicht über Fürstengrund. An der Hütte führt der Wanderweg links in den Wald. Wir folgen dem Waldweg weiter bis zum „Toten Mann“ und biegen rechts in die „Wörther Straße“ ein. Von nun an geht’s bergab. Auf diesem Höhenweg genießen wir Ausblicke auf die gegenüberliegende Seite des Kimbachtals, bis wir schließlich wieder in Bad König ankommen.

In Bad König sollte man einen Blick auf das 1559 errichtete Schloss und den bereits 820 erwähnten Wehrkirchhof werfen. Als die Grafen zu Erbach-Schönberg die Hauptresidenz nach König verlegten, entstand neben dem Schloss 1793 ein Neubau. Mit Einführung der Reichsvermögenssteuer 1919 schenkte das Fürstenhaus das Alte Schloss der Stadt, in deren Besitz es heute noch ist.

Aber auch versteckte Kleinode wie das Heimatmuseum im Alten Schloss mit seiner Kondomautomaten-Sammlung, das Georg-Vetter-Museum, das an den Heimatmaler erinnert oder der Gartensaal im oberen Kurpark, in dem sich die später Königin Wilhelmina von Holland verlobte und der Untere Kurpark mit seinen zahlreichen Kunstwerken sind einen Besuch wert und können entdeckt werden.

Wegmarkierung: S1

Schwierigkeit: mittel, festes Schuhwerk wird empfohlen

Foto: Odenwald-Tourismus GmbH

Tour de Burg

Empfohlen von Armin Treusch, Odenwald-Gasthaus Johanns-Stube, Reichelsheim

Offene Landschaften, großartige Aussichten und zahlreiche Kulturdenkmale – die knapp 25 Kilometer lange Nibelungen-Tour rund um Reichelsheim und Lindenfels im Odenwald ist eine eindrucksvolle Wanderung, die eine gute Kondition voraussetzt. Aber am Wegesrand und am Ende der Strecke warten wie fast überall im Odenwald gute Gasthäuser, in diesem Fall Treusch´s Johanns-Stube am Rathausplatz in Reichelsheim, mit original Odenwälder Heimatküche auf müde Wandersleute. 

Die Nibelungentour ist mit der Wegmarkierung R 6 gekennzeichnet. Vom Parkplatz „Am Rathaus“  muss man zunächst die B 38 überqueren. Über den Krautweg und am Teufelstein geht es zum Städtchen hinaus, um den Klöß- und Schmelzbuckel herum zur Irrbachquelle, die im Wald zwischen den Ortsteilen Unter-Ostern und Gumpen liegt. Die Quelle ist eingefasst und führte selbst in diesem trockenen Sommer noch Wasser. Eine Skulptur aus Alabaster, die „Hüterin der Quelle“, ziert sie.

Nach diesem ersten Stopover geht´s auf 386 Höhenmeter hinauf. Tritt man aus dem Wald bietet sich ein erster imposanter Panoramablick. Dann gehen wir wieder in den Wald und treffen bald auf den Hauptwanderweg, markiert mit einer weißen Raute. Dem nach rechts folgen. Von hier sind es nur noch zwei Kilometer bis Lindenfels! Auf dem Weg dorthin können wir wieder beeindruckende Rundblicke genießen.

In Lindenfels lohnt sich die Besichtigung der Burg und des Drachenmuseums. Die stolze Ruine der Burg Lindenfels liegt auf einem Bergsporn nahe der Altstadt. Noch heute weht durch das efeubedeckte Gemäuer der Hauch der Geschichte. Erklimmt man die mächtigen Burgmauer – ist erlaubt! – liegt dem Betrachter das Weschnitztal zu Füßen, der Blick schweift zum waldreichen Höhenzug der Tromm bis zur Bergstraße. Im Drachenmuseum (In der Stadt  2) ist man dem Mythos Drachen und dessen Entstehung in aller Welt, in der Literatur und der Wappenkunde auf der Spur. Für kleine Gäste gibt es eine abenteuerliche Drachenhöhle.

Richtung Norden führt der Wanderweg nun zur Bismarckwarte auf der Litzelröder Höhe (452 Meter). Vom 12 Meter hohen Aussichtsturm hat man einen tollen Ausblick auf die Täler rund um Lindenfels. Wir wandern nun vorbei an Winterkasten und Laudenau bis zum ehemaligen Gasthaus „Zur Freiheit“. Vorbei an den sagenhaften Wildweibchen-Steinen und dem Fallenden Bach, dem einzigen Wasserfall im Odenwald,  geht es hinab zur Burgruine Rodenstein. Um die romantisch im Wald gelegene Burgruine ranken sich viele Sagen wie die vom Rodensteiner Ritter, der mit seinem Kriegsheer durch die Lüfte reitet und von neuen Kriegen kündet. Vom Parkplatz Rodenstein am Restaurant Hofgut Rodenstein sind es noch drei Kilometer durch den Wald, dann über Streuobstwiesen und freies Feld zurück nach Reichelsheim. Hier sollte man das Regionalmuseum im ehemaligen Rathaus von 1554 besuchen. Es wurde mit dem hessischen Denkmalschutz-Preis ausgezeichnet. Im Regionalmuseum wird traditionelles Handwerk – vom „Gäulchesmacher“ bis zur Bergbauabteilung – vorgestellt.

Und dann endlich ist der Einkehrschwung in Treusch´s Johanns-Stube am Marktplatz fällig. Hier wird nach guter handwerklicher Tradition – von Himmel un´ Erd´ bis Kartoffelbratwurst, von Handkäs´ bis Sonntagsbraten – und gern mit kreativem Pfiff wie bei Saltimbocca vom Wildschwein oder Odenwälder Sushi – gekocht. Senior-Chef Armin Treusch ist ein Entrepreneur der hessischen Apfelwein-Szene. So werden zu den kreativen Gerichten erlesenen Jahrgangsapfelweine – auch glasweise – oder Biere von Odenwälder Brauereien und Bergsträßer Winzern serviert. Die sortenreinen Apfelweine – handgelesen, erntefrisch, selbstgekeltert und herbstvergoren – zeigen mit ihrem jeweils eigenen Charakter die geschmackliche Vielfalt der Odenwälder Streuobstwiesen.

Wanderstrecke: 25 Kilometer, anspruchsvoll, 6 Stunden

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